Veröffentlicht: 23.11.2017 unter Rente

Renten müssen zukünftig weiter deutlich steigen und vor Altersarmut schützen

Andreas Steppuhn (SPD)

Andreas Steppuhn (SPD)

“Die Renten in Deutschland müssen zukünftig weiter deutlich steigen und wirksam vor Altersarmut schützen. Die gute konjunkturelle Lage und die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bieten die besten Voraussetzungen dafür.“ Diese Forderung erhob der stellvertretende Vorsitzende und rentenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Steppuhn, in der heutigen Landtagsdebatte über die Große Anfrage zur Entwicklung der Altersrenten in Sachsen-Anhalt.

„Wir brauchen endlich eine Rentenreform, die auch ihren Namen verdient.

Steppuhn weiter: „Wir brauchen endlich eine Rentenreform, die auch ihren Namen verdient. Hierzu gehört es, das Mindestrentenniveau auf  dem derzeitigen Niveau festzuschreiben. Gleichzeitig muss dafür gesorgt werden, dass es zukünftig keine Renten mehr unterhalb des Grundsicherungsniveaus gibt. Wer im Arbeitsleben Leistung erbracht hat, muss dieses auch bei der Rente spüren.

Ein reiches Land wie Deutschland darf sich keine Armutsrenten leisten. Deshalb brauchen wir für Geringverdiener eine Solidarrente, die vor Altersarmut schützt. Hierbei müssen zukünftig Zeiten von Kindererziehung und Pflege als Beitragszeiten bei der Berechnung der Renten Berücksichtigung finden.

Die Angleichung der Ostrenten muss durch eine neue Bundesregierung neu auf die Tagesordnung gesetzt werden. Der zuletzt festgelegte Zeitpunkt für die Angleichung im Jahr 2025 muss auf das ursprünglich vereinbarte Jahr 2020 vorgezogen werden.

Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters, wie von Teilen der Unionsparteien immer wieder gefordert, lehnt die SPD ab. Es muss auch zukünftig möglich sein, nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen.“

Veröffentlicht: 26.11.2016 unter Arbeit und Wirtschaft, Rente

Rentenangleichung Ost an West kommt – wichtiger Schritt für gleiche Lebensbedingungen

Andreas Steppuhn (SPD)

Andreas Steppuhn (SPD)

Zur Einigung der Regierungskoalition in Berlin zur Rentenpolitik erklärt der stellvertretende Vorsitzende und rentenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Steppuhn:
“Gute Nachrichten aus Berlin: Die Rentenangleichung Ost an West kommt. Lange hat die SPD auf Landes- und Bundesebene dafür gekämpft. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensbedingungen in Deutschland anzugleichen. Für viele Menschen in Ostdeutschland mit niedrigen Renten bedeutet die Angleichung Rentenerhöhungen, die sich konkret in Euro und Cent auswirken werden. Wichtig ist auch, dass die Kosten für die Rentenangleichung steuerfinanziert werden. So ist gewährleistet, dass die Rentenkasse nicht zusätzlich belastet wird.”

Hintergrund: Der Koalitionsausschuss hat sich auf eine gesetzlich geregelte vollständige Angleichung der Renten in Ost und West verständigt. Die Angleichung soll in sieben Schritten erfolgen, die mit der jährlichen Rentenanpassung verbunden werden. Der erste Angleichungsschritt soll zum 1. Juli 2018 erfolgen. Dabei wird der aktuelle Rentenwert (Ost) unabhängig von der Lohnentwicklung in Ostdeutschland von derzeit 94,1 auf 95,8 Prozent des Westwerts angehoben. Die weiteren Angleichungsschritte folgen jeweils zum 1. Juli in den Jahren 2019 bis 2024.
Auch das Abschmelzen des Hochwertungsfaktors und die Angleichung von Beitragsbemessungsgrenze und Bezugsgröße an die Westwerte erfolgen in sieben Schritten. Diese Anpassungen treten nachlaufend im Zuge der allgemeinen Fortschreibung der Rechengrößen der Sozialversicherung, also zum 1. Januar des jeweils nächsten Jahres in Kraft. Ab dem 1. Juli 2024 wird ein gesamtdeutscher Rentenwert gelten und ab dem 1. Januar 2025 werden dann auch Beitragsbemessungsgrenze und Bezugsgröße einheitlich sein. Die Hochwertung der ostdeutschen Arbeitsentgelte entfällt ab dem 1. Januar 2025.
Die Kosten für die Angleichung steigen in diesem mehrstufigen Verfahren von 0,6 Milliarden im Jahr 2018 auf 3,9 Milliarden im Jahr 2025 an. Diese Mehrkosten sind eine gesamtgesellschaftliche Investition in die Vollendung der Deutschen Einheit und werden deshalb aus Steuermitteln aufgebracht.

Veröffentlicht: 20.12.2015 unter Arbeit und Wirtschaft, Rente

Altersarmut mit besseren Einkommen und höheren Löhnen bekämpfen

Andreas Steppuhn (SPD)

Andreas Steppuhn (SPD)

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt Andreas Steppuhn hat sich dafür ausgesprochen die drohende Altersarmut vieler Menschen in Ostdeutschland stärker als bisher in den Blick zu nehmen.

Andreas Steppuhn erklärte heute Sonntag, dem 20. Dezember 2015 in Magdeburg:

Das beste Mittel drohende Altersarmut zu bekämpfen sind höhere Löhne und bessere Einkommensbedingungen. Insbesondere in klassischen Niedriglohnbereichen wie z.B. in den Dienstleistungsbranchen ist es notwendig für mehr ” Gute Arbeit ” zu sorgen. Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes war hierzu ein wichtiger Schritt, kann aber nur der Anfang gewesen sein.

Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände haben eine grosse Verantwortung daran mitzuwirken, dass mit Tarifverträgen Altersarmut entgegen gewirkt wird. Hierbei muss die Politik unterstützen und gegebenenfalls begleitende Rahmenbedingungen schaffen.

Zugleich ist es erforderlich den Mindestlohn in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen. Eine perspektivische Erhöhung auf 10,- Euro macht auch aus Gründen drohender Altersarmut Sinn.

Veröffentlicht: 21.07.2015 unter Rente

Rente mit 63 war eine politisch richtige und wichtige Entscheidung

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfaktion in Sachsen-Anhalt Andreas Steppuhn hat die “Rente mit 63” als eine richtige und wichtige politische Entscheidung bezeichnet. Andreas Steppuhn erklärte:

Die Rente mit 63, die eigentlich eine Rente nach 45 Beitragsjahren ist, würdigt die Lebensleistung vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach einem langen und harten Arbeitsleben. Überwiegend handelt es sich um Menschen, die bereits im Alter von 14 bis 16 Jahren mit einer Berufsausbildung begonnen haben. Sie haben es einfach verdient frühzeitiger in den Ruhestand zu gehen. Die immer wieder laut werdende Kritik an der Rentenreform ist unberechtigt. Unternehmen, die bei der Fachkräftesicherung allein auf Menschen kurz vor dem Rentenalter setzten, machen irgendwas falsch. Fachkräftesicherung für die Zukunft beginnt mit der Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen.

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